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Archive for the ‘3. FF 23.11.39 – 18.12.39’ Category

PostHeaderIcon 23. November 1939 U-47 3. Feindfahrt

Früh Morgens geht es los, kurz vor 4 Uhr werden die Leinen losgemacht, und wir schippern mit kleiner Fahrt aus Wilhelmshaven raus. Normalerweise bin ich kein Freund von Navigation bei dieser Dunkelheit, und der schwache Mond hilft uns nicht sonderlich. Aber die Nacht ist zum Glück sternenklar.

Wenige Minuten später passieren wir erneut die Tirpitz, auch bei Nacht ein imposanter Anblick

Rund eine Stunde später folgen wir stetig unserem Geleitschutz,

Ich nutze diese Gelegenheit um den Offizieren und der Mannschaft unsere genauen Befehle zu übermitteln. “Diesmal werden wir vermutlich etwas länger unterwegs sein, wir sollen am westlichen Ausgang des Ärmelkanals operieren, westlich Brest und Plymouth.”

“Das heißt wir haben einen langen An- und Rückmarsch Weg rund um England herum, auf dem ich so wenig Brennstoff wie möglich verbrauchen möchte.” erläutere ich weiter…

“Gute 4000km für den Anmarsch, wenn wir tagsüber getaucht marschieren könnte das 2-3 Wochen dauern, insbesondere da wir Nachts aufgetaucht nur langsam fahren werden, um wie gesagt Brennstoff zu sparen. Durch die Nordsee möchte ich so weit es möglich ist auch tagsüber aufgetaucht marschieren, um Zeit und Proviant zu sparen, aber spätestens in der Nähe der britischen Inseln sollten wir unter Tags tauchen, ich möchte nicht unbedingt von Fliegern überrascht werden! Und hoffen wir das wir gutes Wetter haben, einer der berüchtigten Herbststürme könnte unsere Fahrt weiter verzögern.” schließe ich meine kurze Erklärung der Lage ab.

“Noch irgendwelche Fragen?…Nein?… Dann wegtreten, ich werde sogleich auch die Mannschaft über informieren”

“Diesmal wenigstens keine Heldentaten”, bemerkt unser Obersteuermann Totenhagen. “Da haben sie recht” entgegne ich, “aber ein Spaziergang wird die Fahrt rund um England sicherlich auch nicht, jedoch sollten uns diesmal genügend Fische ins Netzt gehen, wir befinden uns immer in dicht befahrenen Gewässern.”

Kurz vor 8 Uhr Morgens setzt die Dämmerung ein und wir passieren ein paar deutsche Fischer oder Vorpostenboote.

Unser Geleitschutz hat uns bereits verlassen und wir marschieren Richtung Norden, gegen 8:30 Uhr passieren wir Helgoland, und kurze Zeit später geht die Sonne auf.

Der Rest des Tages verläuft ohne Zwischenfälle, das Wetter ist gut, klare Sicht, leicht bewölkt, Windstärke 3 aus Ost.